Evaluation des Pilotprojekts „Outreach Youth Work –
Maisons des Jeunes“


Zielsetzung

Ziel des Projektes „Outreach Youth Work – Maisons des Jeunes“, das von der Entente des Gestionnaires des Maisons de Jeunes (EGMJ) gemeinsam mit 5 Jugendhäusern durchgeführt wird, ist es, Jugendliche (16-26 Jahre) im Rahmen aufsuchender Jugendarbeit zu identifizieren, sie zu motivieren aus ihrer Inaktivität auszutreten und sie bei der Ausarbeitung einer beruflichen Perspektive zu unterstützen. Mit der Programmevaluation der Universität Luxemburg soll die methodische Vorgehensweise sowie die Leistungsfähigkeit des Pilotprojektes Outreach Youth Work hinsichtlich seiner Generalisierbarkeit überprüft sowie Daten generiert werden, die zur Verbesserung und Weiterentwicklung des Programms genutzt werden können.


Helmut Willems (Leitung) |Patrice Joachim

Universität Luxemburg | Ministère de l’Éducation nationale, de l’Enfance et de la Jeunesse in Luxemburg (MENJE)| Entente des Gestionnaires des Maisons des Jeunes (EGMJ)


2016-2018

Methodik und Datengrundlage

In der ersten Phase der Evaluation werden Strategie und Rahmenbedingungen des Projekts, also die Programmebene (Verwaltung und Koordination) analysiert. Dazu wird zunächst die Konzeption der geplanten Maßnahmen bewertet. Dabei wird u.a. auf die Verwaltungsverfahren und Kommunikationsstrukturen sowie die Auswahl der Kriterien für die Auswahl der Jugendhäuser und die Konzeptentwicklung eingegangen. Weiterhin dienen diese Kontextdaten dazu, den Entstehungs- und Implementierungsprozess des Modellprojekts zu rekonstruieren. Datengrundlage sind eine Dokumentenanalyse sowie qualitative Interviews auf strategischer (Projektverantwortliche) und operativer Ebene (chargé de mission éducative).

Die zweite Evaluationsphase untersucht anhand einer Prozessevaluation, wie die Jugendhäuser das Outreach-Projekt umsetzen und mit welchen Konzepten es implementiert wurde. Dabei wird beispielsweise ermittelt, ob die Umsetzung einer Maßnahme entsprechend der Vorüberlegungen erfolgt ist oder ob sich ggf. Anpassungen oder ein Veränderungsbedarf bspw. durch den lokalen Kontext ergeben. Wichtig ist hier z.B. die Frage, ob Ziele angemessen definiert wurden, ob Feedbackschleifen installiert wurden und wie der Projektfortschritt dokumentiert wird. Als methodischer Ansatz wird dabei eine Dokumentenanalyse der Programmdokumente genutzt. Qualitative Interviews mit Mitarbeitern der Jugendhäuser und den „chargés de mission éducative“ der EGMJ sollen zeigen, wo die Stärken des Programms sind, aber auch, wo Umsetzungsschwierigkeiten bestehen und wie das Personal mit diesen Schwierigkeiten umgeht.

Die dritte Evaluationsphase widmet sich der Wirksamkeit des Projekts auf der Ebene der Zielgruppe. Dazu werden die Einstellungs- und Bewusstseinsänderungen der am Programm beteiligten Jugendlichen und jungen Erwachsenen ermittelt. Als Methoden werden qualitativen Interviews und eine Gruppendiskussion eingesetzt. Es wird untersucht, was sie dazu bewegt hat, aus ihrer Inaktivität herauszutreten, ihre Einstellungen und ihr Verhalten zu verändern und gemeinsam mit dem „chargé de mission éducative“ eine berufliche Perspektive aufzubauen.
Ergänzend dazu werden die lokalen Experten (etwa Gemeindeverantwortliche, Mitarbeiter des Jugendhauses) zu ihrer Sicht auf das Pilotprojekt und hinsichtlich möglicher Veränderungen innerhalb ihrer Gemeinde befragt. Auch mit diesen lokalen Experten wird eine Gruppendiskussion durchgeführt.

Die gesamte Vorgehensweise und die analysierten Daten werden den Projektinitiatoren und den Beteiligten in regelmäßigen Abständen kommuniziert und mit ihnen diskutiert.

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