Lebenssituationen und Erfahrungen von lesbischen, schwulen, bisexuellen und trans* Jugendlichen in Luxemburg (LEJULU)


Zielsetzung

Die Universität Luxemburg (Jugendforschung der Forschungseinheit INSIDE) wurde vom Ministerium für Bildung, Kinder und Jugend (Service de la jeunesse) beauftragt, eine Studie zu Lebenssituationen und Erfahrungen von lesbischen, schwulen, bisexuellen und trans* Jugendlichen in Luxemburg durchzuführen.


Robin Samuel (Leitung) | Christiane Meyers | Diana Reiners

Universität Luxemburg;
Ministère de l’Éducation nationale, de l’Enfance et de la Jeunesse (MENJE)


2017-2018

Die übergeordnete Forschungsfrage der Studie ist, ob und wie Stigmatisierung bei Jugendlichen in Luxemburg aufgrund der sexuellen Orientierung oder der Geschlechtsidentität stattfindet. Diese Frage soll einerseits aus Sicht von Jugendlichen und andererseits aus Sicht von Experten untersucht werden.

Design und Methoden

In der Studie werden verschiedene Daten und Methoden genutzt. Neben der Analyse von bestehenden Umfragedaten und Dokumenten werden Interviews mit Experten und Jugendlichen durchgeführt. Zuerst werden von Juni bis Juli 2017 Interviews mit ausgewählten Experten durchgeführt. Schwerpunkt dieser Interviews ist neben der Beschreibung der Lebenssituation der betroffenen Jugendlichen auch der Einfluss von Strukturen und Gesellschaft auf die möglicherweise problematische Situation dieser Jugendlichen. Mit Hilfe der Experten werden auch Kontakte zu jugendlichen Studienteilnehmern hergestellt. Zwischen August und Oktober 2017 werden leitfadengestützte qualitative Interviews mit betroffenen Jugendlichen durchgeführt. Der Schwerpunkt liegt hier auf der Lebenssituation der Jugendlichen, welche persönlichen und gesellschaftlichen Probleme sie im Zusammenhang mit ihrer Sexualität sehen und wie sie damit umgehen. Von besonderem Interesse ist die Frage, inwieweit die Jugendlichen sich selbst als stigmatisiert sehen oder nicht.

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