Studien im Rahmen des Jugendkommunalplans


Zielsetzung

Im Rahmen des Plan Communal Jeunesse wurde und wird eine Reihe kommunaler Jugendstudien durchgeführt, in der die Freizeit- und Lebenssituation sowie die Bedürfnisse der Jugendlichen in luxemburgischen Gemeinden beschrieben und analysiert werden. Berücksichtigt werden auch Themen wie die familiale Situation, die soziale Herkunft, die ethnische Heterogenität, die Schulsituation, Wertorientierungen und Lebensziele sowie politische und gesellschaftliche Teilhabe. Diese Erkenntnisse unterstützen die Gemeinden bei einer systematischen und nachhaltigen Planung und Umsetzung ihrer jugendpolitischen Entscheidungen. Ein wichtiges Anliegen ist dabei die Ausrichtung der Maßnahmen an den Bedürfnissen der Jugendlichen selbst.

Universität Luxemburg | Ministère de l’Éducation nationale, de l’Enfance et de la Jeunesse in Luxemburg (MENJE)


seit 2008

Datengrundlage und Methodik

Die kommunalen Jugendstudien haben sich im Laufe der Zeit von einem rein quantitativen Ansatz gelöst und zu einer multimethodischen Untersuchung entwickelt.

  1. Einen zentralen Bestandteil bildet nach wie vor eine standardisierte Befragung der Jugendlichen, mit der repräsentative empirische Daten über die jugendliche Population in einer Gemeinde gewonnen wird.
  2. Darüber hinaus wird auf qualitative Verfahren zurückgegriffen, hier vor allem auf das Verfahren der Gruppendiskussion. Mit Hilfe dieser Methode sollen die subjektiven Sichtweisen der Jugendlichen im Allgemeinen sowie spezifische Interessen und Aktivitätsmuster bestimmter Gruppen (z.B. ausländische Jugendliche) erfasst werden.
  3. Da der soziale Raum in Gestalt von Wohngebieten und öffentlicher Infrastruktur von entscheidender Bedeutung für die Analyse ist, werden als dritte Datengrundlage Sekundärdatenanalysen amtlicher Daten durchgeführt. Die wichtigsten Kategorien sind hier Daten zur Bevölkerungsstruktur (Alter, Nationalität, Bildung), aber auch die Ausstattung mit Freizeitangeboten wie etwa Spiel- und Sportplätze, Vereine oder Bildungseinrichtungen.

Durchgeführte Studien

  • 1999: Lorentzweiler, Sanem, Wiltz, Dudelange
  • 2000: Bettendorf, Diekirch, Erpeldange, Ettelbruck,
  • 2001: Kehlen, Mersch, Remich, Vianden
  • 2002-2004: Luxembourg
  • 2006-2007: Kayl, Rumelange, Schifflange, Esch-sur-Alzette, Junglinster
  • 2008: Betzdorf, Niederanven, Sandweiler, Contern
  • 2011-2012: Mersch
  • 2013: Schuttrange
  • 2016: Strassen

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