Bericht der HBSC-Befragung 2018 veröffentlicht

Der Bericht der luxemburgischen HBSC-Studie (Health Behaviour in School-aged Children) 2018 ist veröffentlicht worden. Er enthält detaillierte Ergebnisse der Befragung von 2018, an der mehr als 8 000 Schülerinnen und Schüler im Alter zwischen 11 und 18 Jahren in Luxemburg teilgenommen haben. Es handelt sich um die vierte Befragung dieser Art seit 2006. Somit können Tendenzen über längere Zeiträume und in vergleichender internationaler Perspektive präsentiert werden.

 

Der Bericht gibt Auskunft über Gesundheit und Wohlbefinden der Schüler im Jahr 2018 in ihrem sozialen Kontext. Darüber hinaus informiert er, wie sich die entsprechenden Indikatoren von 2006—2018 in Luxemburg entwickelt haben. Verbesserungen gab es vor allem beim Gesundheitsverhalten — die Schüler rauchen und trinken weniger, sie putzen sich häufiger die Zähne und essen mehr Obst und Gemüse. Verschlechterungen betreffen die mentale Gesundheit: Die Schüler haben häufiger psychosomatische Beschwerden und sie fühlen sich häufiger von der Schularbeit gestresst. Des Weiteren sind die Schüler häufiger übergewichtig und sie sind seltener körperlich aktiv.

Der Bericht zeigt auch, dass Gesundheitsrisiken mit soziodemografischen Merkmalen zusammenhängen, wie u. a. dem Geschlecht, dem Alter, dem Wohlstand und dem Migrationshintergrund. So verhalten sich Mädchen zwar häufig gesundheitsbewusster als Jungen, aber dennoch schätzen sie ihren Gesundheitszustand schlechter ein und sie haben mehr Stress und sie sind häufiger von multiplen psychosomatischen Beschwerden betroffen. Aus Clusteranalysen geht hervor, dass es typische Konstellationen von Gesundheitsverhaltensweisen gibt, die zudem mit soziodemografischen Merkmalen sowie Übergewicht, Stress und der Lebenszufriedenheit zusammenhängen.

In Kooperation mit der Weltgesundheitsorganisation (WHO) wird die HBSC-Studie alle vier Jahre organisiert. Mit mehr als 45 Teilnehmerländern erlaubt die Studie präzise Momentaufnahmen von der Gesundheit und vom Gesundheitsverhalten Jugendlicher. Die HBSC-Studie Luxemburg wird umgesetzt in Zusammenarbeit zwischen dem luxemburgischen Ministerium für Bildung, Kindheit und Jugend, dem Ministerium für Gesundheit und der Universität Luxemburg.