Jugendbericht 2020

Der luxemburgische Jugendbericht bietet wissenschaftlicher Befunde über die Lebenssituation Jugendlicher. Er identifiziert Problemstellungen und Handlungsansätze als Informationsgrundlage für Politik, Fachpraxis und Wissenschaft.

Ein disziplinär breit gefächertes Team von Jugendforscherinnen und Jugendforschern entwickelte mit großer Sorgfalt ein differenziertes Forschungsdesign, sichtete, erhob, analysierte und interpretierte umfassende Datenbestände, diskutierte und verschriftlichte Ergebnisse und erstellte den nun vorliegenden Bericht:

  • Dr. Sandra Biewers Grimm
  • Andreas Heinen
  • Dr. Andreas Heinz
  • Christiane Meyers
  • Dr. Caroline Residori
  • Prof. Dr. Robin Samuel
  • Emanuel Schembri
  • Magdalena Schobel
  • Tabea Sophie Schulze
  • Dr. Anette Schumacher
  • Prof. Dr. phil. habil. Helmut Willems

 

Sie wurden dabei unterstützt von Simone Charles, Moritz Höpner, Patrice Joachim, Sebastian Kurten, Nathalie Michel, Alessandro Procopio und Maria E. Sozio.

Auch durften wir auf die engagierte Mitarbeit der studentischen Hilfskräfte Lisa Gardin, Conny Godefroy, Caroline Koch, Xènia Loi, Isabelle Moris, Katia Pescatori, Christina Reisinger, Lisi Wagener, Isabelle Wagner und Marielle Baumgarten zählen.

2018 – 2021

Universität Luxemburg

Ministère de l’Éducation nationale, de l’Enfance et de la Jeunesse in Luxemburg (MENJE)

Gesundheit und Wohlbefinden

Der luxemburgische Jugendbericht 2020 beschäftigt sich primär mit dem Wohlbefinden von Jugendlichen. Daneben spielt auch die Gesundheit der Jugendlichen eine wichtige Rolle. Der Jugendbericht 2020 soll das subjektive Wohlbefinden sowie das Gesundheitsverhalten von 12- bis 29-Jährigen Jugendlichen in Luxemburg analysieren. Dabei greift er auch aktuelle Erkenntnisse in Bezug auf die COVID-19-Pandemie auf.

Neben einer differenzierten Deskription besteht ein zentrales Ziel der Auswertungsstrategie des Jugendberichtes in der Identifikation von Faktoren, mit denen sich systematische Verteilungen und Unterschiede in Bezug auf Gesundheit und Wohlbefinden der Jugendlichen erklären lassen.

Hierzu zählen neben den persönlichen Eigenschaften der Jugendlichen auch äußere, sozial-strukturelle und wohlfahrtsstaatliche Bedingungen des Aufwachsens wie die Familie, die Nachbarschaft, die Schule, die Peergroup, Freizeitorte aber auch staatliche Programme und Maßnahmen.

Diese Faktoren können je nach Ausprägung sowohl eine schützende Funktion erfüllen oder aber auch ein Risiko bedeuten und sich entsprechend positiv oder negativ auf die Entwicklung des subjektiven Wohlbefindens und auf die Gesundheit der Jugendlichen auswirken. In dem Zusammenhang wird der Fokus auch auf jugendspezifische Bewältigungsstrategien gerichtet, die eine wichtige Ressource darstellen können.

Datengrundlage und Methodik

Dem Jugendbericht liegt ein mehrdimensionales Konzept von Gesundheit und Wohlbefinden zugrunde, das neben der körperlichen auch die psychische und soziale Dimension umfasst. Die empirische Grundlage des Jugendberichtes bilden verschiedene Datenquellen:

  • Administrative Daten und internationale Umfragedaten, die sekundäranalytisch ausgewertet werden,
  • Umfragedaten aus dem am Centre for Childhood and Youth Research (CCY) durchgeführten Youth Survey und der HBSC-Studie
  • Ergänzende qualitative Studien: Experten-Befragung zu den Diskursen über Wohlbefinden und Gesundheit in Luxemburg,
  • Sowie eine qualitative Befragung von Jugendlichen zu ihren subjektiven Sichtweisen und Einschätzungen in Bezug auf Wohlbefinden und Gesundheit.

Zuletzt haben Erkenntnisse aus der YAC+ Studie den Jugendbericht um Betrachtungen zur COVID-19-Pandemie erweitert.

Projektgrundlagen

Die luxemburgischen Jugendberichte bieten eine systematische Aufbereitung des verfügbaren Wissens über die Lebenssituation von Jugendlichen in Luxemburg.

Auf Grundlage wissenschaftlicher Befunde werden sowohl Problemstellungen identifiziert als auch Anregungen für Handlungsansätze gewonnen, so dass eine Informations- und Diskussionsgrundlage für Politik, Fachpraxis und Wissenschaft entsteht.

Die Erstellung geht zurück auf Artikel 15 (1) des Jugendgesetzes vom 4. Juli 2008, mit dem in Luxemburg erstmals eine gesetzliche Grundlage für die Erstellung eines nationalen Jugendberichts besteht.

Die Jugendberichte 2010 und 2015

Der Jugendbericht 2020 ist der dritte Bericht, der sich mit der Situation der Jugend in Luxemburg beschäftigt. Während im ersten Bericht 2010 vor allem allgemeine Lebenssituationen untersucht und spezifische Problemlagen identifiziert wurden, widmete sich der zweite Bericht 2015 besonders den Übergängen vom Jugend- ins Erwachsenenalter.