Non-formale Bildung im Vorschulalter

Sascha Neumann

Der Bereich der non-formalen Bildung im Vorschulalter hat im Vergleich zu anderen Segmenten des Bildungssystems in Luxemburg in den vergangenen 15 Jahren vielleicht die größten Veränderungen erfahren. Dieser Trend setzte sich auch seit Erscheinen des letzten Bildungsberichts ungebrochen fort. Kern dieser seit Ende der 1990er Jahre einsetzenden Entwicklung sind zwei Momente: Zum einen der in quantitativer Hinsicht weitreichende Ausbau im Bereich der Strukturen für die Bildung, Betreuung und Erziehung im Vorschulalter, zum anderen der in qualitativer Hinsicht bedeutsame Pädagogisierungsschub, den der dafür zuständige Sektor im Zeichen seiner Neubestimmung als Bereich der non-formalen Bildung erfahren hat. Während sich der enorme Ausbau insbesondere in einer eklatanten Steigerung der Anzahl an Plätzen in den Strukturen abzeichnet, kommt die Pädagogisierung in einer Reihe gesetzlicher Neuregelungen und auf die Qualitätsentwicklung zielender Maßnahmen zum Ausdruck. Luxemburg folgt damit – wenn auch etwas verzögert – einem internationalen Trend. Im Zeichen der Bildung kommt es dabei zu einer immer stärkeren Institutionalisierung der frühen Lebensphase über die familialen Strukturen des Aufwachsens hinaus.

Zitiervorschlag

Neumann, S. (2018). Non-formale Bildung im Vorschulalter. In Nationaler Bildungsbericht Luxemburg 2018 (S. 15–22). Esch-sur-Alzette: Universität Luxemburg (UL); Ministère de l’Éducation nationale, de l’Enfance et de la Jeunesse (MENJE).

Institution

Jahr

2018

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