Abschlussbericht: Perspectives on Youth Work in Luxembourg (PYL)

Eine empirische Studie über die interpretative Rahmung von Jugendarbeit aus Sicht von Akteur*innen aus der Praxis

Anita Latz, Daniel Weis, Sandra Biewers Grimm
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Jugendarbeit ist ein Handlungsfeld, das in besonderer Weise von gesellschaftlichen Dynamiken und den sich wandelnden Lebenswelten junger Menschen geprägt wird. Ihre Praxis entsteht nicht im luftleeren Raum, sondern in enger Wechselwirkung mit politischen, sozialen und kulturellen Transformationspro-zessen. Damit ist Jugendarbeit nie statisch, sondern fordert von Fachkräften wie von Institutionen ein hohes Maß an Flexibilität, Offenheit und kontinuierlicher Anpassungsbereitschaft. Zugleich steht sie vor der Aufgabe, ihr fachliches Profil, ihren normativen Kern und ihre spezifische Abgrenzung gegenüber an-deren jugendrelevanten Feldern sichtbar zu halten. Denn ohne eine solche Kontur droht sie in einer un-klaren „Allzuständigkeit“ aufzugehen, die ihre spezifischen Stärken verwässert. In der Forschung wird die-ses Spannungsfeld zwischen notwendiger Offenheit und zugleich erforderlicher Konturierung als konsti-tutives Merkmal professioneller Jugendarbeit beschrieben (Coussée et al., 2020; Kiilakoski, 2018).

Zitiervorschlag

Latz, A.; Weis, D.; Biewers-Grimm, S. (2025): Perspectives on Youth Work in Luxembourg (PYL). Eine empirische Studie über die interpretative Rahmung von Jugendarbeit aus Sicht von Akteur*innen aus der Praxis. Abschlussbericht. Esch/Alzette: Université du Luxembourg. https://orbilu.uni.lu/handle/10993/68773