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Was tun? Suizidales Verhalten von Schülerinnen und Schülern im Alter von 13 bis 18 Jahren in Luxemburg

Bericht von HBSC Luxemburg

Sarah Bitar, Anna Ginsburg, Carolina Catunda, Felipe Goedert Mendes, Marta Vigier

Das Forschungsteam HBSC Luxemburg hat einen Bericht über suizidales Verhalten von Schülerinnen und Schülern in Luxemburg veröffentlicht. Die Forschenden haben Daten von 24.528 Jugendlichen im Alter von 13 bis 18 Jahren analysiert. Die Daten sind in den vier Erhebungswellen der HBSC-Studie in Luxemburg zwischen 2006 und 2022 entstanden (2006, 2010, 2014 und 2022).

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Im Bericht zeigen die Antworten der Jugendlichen Trends und Ungleichheiten bei suizidalem Verhalten. Es gibt vier Indikatoren für suizidales Verhalten: Traurigkeit, Suizidgedanken, Suizidplanung und Suizidversuche. Der Bericht hebt zudem die Rolle von Verhaltens- und sozialen Faktoren wie Gesundheitsverhalten, Geschlechtsidentität und Beziehungen zu Gleichaltrigen hervor.

Wichtigste Ergebnisse

  • Jugendliche in Luxemburg sind betroffen: Seit 2006 hat die Prävalenz von Traurigkeit und Suizidalität (Suizidgedanken, Suizidplanung und Suizidversuche) bei Jugendlichen zugenommen.
  • Weibliche und nicht-cisgeschlechtliche Jugendliche brauchen besonderen Schutz: Mädchen gaben durchweg ein höheres Maß an Traurigkeit und suizidalem Verhalten an als Jungen. Diese deutlichen geschlechtsspezifischen Unterschiede bestehen über alle Erhebungswellen hinweg fort. Im Jahr 2022 meldeten nicht-cisgeschlechtliche Jugendliche die höchste Prävalenz von Suizidgedanken und Suizidversuchen
  • Soziale Ungleichheiten bekämpfen, damit sich jeder junge Mensch entfalten kann: Jugendliche aus weniger wohlhabenden Familien gaben ein höheres Maß an suizidalem Verhalten an als ihre Gleichaltrigen aus besser gestellten Familien.
  • Gesunde Lebensstilmuster stärken Jugendliche: Lebensstilmuster ergaben sich aus einzelnem Gesundheitsverhalten zum Beispiel im Verzehr von Obst und Gemüse, der sportlichen Aktivität, dem Substanzkonsum und der problematischen Social-Media-Nutzung. Jugendliche mit Lebensstilen, die durch mehrere gleichzeitig auftretende Risikoverhaltensweisen gekennzeichnet waren, wiesen die höchste Anfälligkeit für Suizidgedanken und -versuche auf.
  • Ein gutes soziales Umfeld ist essenziell für Jugendliche: Der Bericht zeigt, dass Mobbing stark mit suizidalem Verhalten verbunden war, während die Unterstützung durch Gleichaltrige als allgemeiner Schutzfaktor hervortrat.

Fazit: Suizidprävention muss soziale Ungleichheiten berücksichtigen.

Der Bericht von HBSC-Luxemburg zeigt: Suizidprävention muss soziale Ungleichheiten, identitätsbedingte Vulnerabilitäten und die Wechselwirkungen verschiedener Gesundheitsverhalten berücksichtigen. Die Ergebnisse machen deutlich: Chancengleichheit, Inklusion und Gesundheitsförderung sind in bestehende Rahmenbedingungen zu integrieren. Nur so kann es allen Jugendlichen in Luxemburg gutgehen.

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