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Mit Fotos von © Sarah Bitar; Moritz Höpner; SNJ.

Die Luxemburger Jugendforschung auf der Foire vum Jugendsecteur

Wissenschaft „zum Anfassen“

Moritz Höpner

Forschungsergebnisse „zum Anfassen“ und die Gelegenheit, mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der Luxemburger Jugendforschung ins Gespräch zu kommen: All das bot die Teilnahme von Mitarbeitenden der Universität Luxemburg an der Foire vum Jugendsecteur des Service nationale de la jeunesse (SNJ) am 07. Oktober 2025 in Luxemburg-Stadt.

Ein Team der Luxemburger Jugendforschung nahm mit einem Stand an der Messe auf dem Campus Geesseknäppchen teil. Auch bekannt unter der Bezeichnung Foire vun der Jugendaarbecht, organisiert der Service national de la jeunesse (SNJ) diese Veranstaltung jedes Jahr zur Rentrée.

Sie bringt all diejenigen zusammen, die sich die Arbeit mit und für junge Menschen in Luxemburg auf ihre Fahnen geschrieben haben: die Verantwortlichen in Jugendhäusern, Beratungsstellen, Jugendinitiativen, Verwaltung des Jugend-„Sektors“ und eben auch die Jugendforschung. Die Messe ist auch dafür bekannt und geschätzt, dass der SNJ über die kommenden Veranstaltungen des Jugendsektors, sowie über die mittel- bis langfristigen Tendenzen in der Luxemburger Jugendpolitik informiert.

Die Luxemburger Jugendforschung, die sich im Centre for Childhood and Youth Research (CCY) der Universität organisiert, hat im Jugendsektor ihren fest etablierten Platz: sie ist gut mit den lokalen Akteurinnen und Akteuren der Jugendpraxis und der Jugendpolitik vernetzt und diese kennen die aktuell laufenden Forschungsprojekte, wie etwa den Jugendbericht 2025, die HBSC-Studien oder den Youth Survey Luxembourg.

Dementsprechend groß war das Interesse am Stand, an dem dieses Jahr besonders viele Jugendforschende die Öffentlichkeit über ihre Forschungsresultate in Kenntnis setzten. Die interessierte Fachöffentlichkeit hatte die Gelegenheit, Wissen „zum Anfassen“ zu erhalten und das ganz ohne die üblichen Hindernisse, die man mit Wissenschaft verbinden könnte: schwierige Sprache, lange Berichte oder komplizierte Statistiken.

Stattdessen begeisterte am Stand der Jugendforschung ein interaktives Quiz mit Schätzfragen, die auf den Daten des Youth Survey Luxembourg (YSL) beruhen: Der Youth Survey ist eine repräsentative und standardisierte Jugendumfrage unter Jugendlichen im Alter von 12 – 29 Jahren. Beim „Quizzen“ kam es darauf an, von der Grundgesamtheit der Jugendlichen in Luxemburg (repräsentiert durch 100 Kichererbsen) den passenden Anteil anzugeben (durch Abzählen der entsprechenden Zahl Kichererbsen).

Wer richtig schätzen konnte, wie hoch 2024 etwa der Anteil der Jugendlichen war, die sich mithilfe von KI-Anwendungen Fähigkeiten, zum Beispiel im Programmieren, beibrachten (Antwort: 47%), konnte vom Stand eine der begehrten uni.lu-Tassen, einen Pin zum Anstecken oder andere Mitbringsel gewinnen.

Nicht zuletzt konnte die interessierte Fachöffentlichkeit allerhand allgemeine Informationen zur Universität Luxemburg einholen. Etwa zum Studienangebot in den Bachelor- und Master-Ausbildungen und insbesondere zum Bachelor en Sciences sociales et educatives (BSSE), für den viele Jugendforschende lehrtätig sind. Am Stand der Jugendforschung gab es außerdem Informationen zu allen Dauerprojekten, die über eine Konvention mit dem Jugendministerium in den Genuss von staatlicher Förderung kommen.

Die Forschenden der Universität Luxemburg konnten an diesem Tag mit ihrer Sichtbarkeit in den Augen der Fachöffentlichkeit zur Jugendarbeit zufrieden sein. Nächste Gelegenheit für die Luxemburger Jugendforschung, ihr Wissen über die Jugend in Luxemburg zu vermitteln, werden die Assises de la jeunesse, die am 27. November 2025 stattfinden sollen.