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Start der Workshop-Reihe zum Jugendbericht 2020

Die Jugendarbeit stand im Fokus des ersten Workshops, den Perspektiven aus Wissenschaft und Praxis bereicherten

Andreas Heinen, Moritz Höpner

Unter dem Titel „Die Förderung von Wohlbefinden und Gesundheit als Aufgabe der Jugendarbeit“ fand am 27. April 2022 der erste Workshop zum Jugendbericht 2020 statt. Die Jugendarbeit stand im Fokus dieses ersten Workshops, den die Perspektiven von Forschenden und Praktiker*innen bereicherten. Zentral war diesmal die Frage: Wie kann es der Jugendarbeit gelingen, junge Menschen heute und in Zukunft bestmöglich bei der Bewältigung gesellschaftlicher und entwicklungsbedingter Herausforderungen zu unterstützen?

Hilfreiche Einblicke aus der Forschung

Um dieser Frage auf den Grund zu gehen, präsentierten Forschende aus dem Zentrum für Kindheits- und Jugendforschung der Universität Luxemburg (CCY) zentrale Ergebnisse aus dem Jugendbericht 2020, sowie aus laufenden Jugendstudien zu Bildungserfahrungen in der Jugendarbeit.

In ihrer Präsentation gingen die Forschenden des CCY darauf ein, wie Jugendliche in Luxemburg ihr Wohlbefinden und ihre Gesundheit aktuell einschätzen. Daneben standen individuelle Merkmale von Jugendlichen im Vordergrund, die Wohlbefinden und Gesundheit beeinflussen können. Einblicke in die Gesundheitsdiskurse im Feld der Jugendarbeit eröffneten Perspektiven darauf, wie Politikgestalter*innen die Jugendarbeit als Akteur zur Stärkung jugendlicher Gesundheit und Wohlbefindens wahrnehmen.

Die vorgestellten wissenschaftlichen Erkenntnisse dienten in den anschließenden Arbeitsgruppen als Diskussionsgrundlage: Vertreter*innen aus Forschung und Politik suchten den Austausch mit Fachkräften und Interessierten aus dem Feld der Jugendarbeit. Im Dialog zwischen Wissenschaft und Praxis bot der Workshop die Gelegenheit, über die Funktionen und Aufgaben der Jugendarbeit zu diskutieren.

Schnell wurde in den Arbeitsgruppen deutlich, dass Präventionsmaßnahmen und Angebote zur Gesundheitsförderung die Jugendlichen in den Jugendhäusern und Jugendeinrichtungen direkt erreichen. Es wurde über die Funktionen und Aufgaben der Jugendarbeit gesprochen und die Frage, wie die Jugendarbeit die Jugendlichen bestmöglich unterstützen kann.

Warum eine Workshop-Reihe zum Jugendbericht 2020?

Weil sich schon im Jugendalter wesentliche gesundheitsrelevante Verhaltensweisen herausbilden, die für das spätere Erwachsenenalter richtungsweisend sind. Praktiker*innen aus dem luxemburgischen Jugendsektor können hier eine vermittelnde Rolle übernehmen: Da sie von Berufswegen in direktem Kontakt mit Jugendlichen sind, können sie neuste wissenschaftliche Erkenntnisse zielgruppengerecht weitergeben. Umgekehrt können Praktiker*innen auf wichtige, jugendrelevante Perspektiven hinweisen, die bislang unter-erforscht sind.

Beim ersten Workshop zum Jugendbericht 2020 bot sich den Jugend-Forschenden und den Fachleuten aus der Bildungs- und Jugendarbeit somit eben jene Gelegenheit für eine praxisbezogene Reflexion und Diskussion der Forschungsergebnisse des aktuellen Jugendberichts. Damit leistete der Workshop nicht nur einen wichtigen Beitrag zur Dissemination des Jugendberichtes, sondern trug auch zum Wissenstransfer bei.

Hintergrund der Workshop-Reihe: Wer, wann und womit geht’s weiter?

Die fünfteilige Workshop-Reihe zum Jugendbericht 2020 veranstaltet das Ministerium für Bildung, Kinder und Jugend (MENJE) in Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Kindheits- und Jugendforschung an der Universität Luxemburg (CCY).

Das Zentrum für Kindheits- und Jugendforschung an der Universität Luxemburg (CCY) präsentiert dazu in den Workshops ausgewählte Ergebnisse des Jugendberichtes, die Grundlage für die Diskussion und den fachlichen Austausch sind.

Die thematischen Schwerpunkte der jeweiligen Workshops sind (1) Jugendarbeit, (2) Transition und Arbeitsleben, (3) Schule, (4) Freunde und Familie sowie (5) Suchtverhalten.

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