Young People and COVID-19

Wie gehen junge Menschen mit den sozialen, wirtschaftlichen und gesundheitlichen Folgen der Covid-19-Prävention um? Halten sie sich and die Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie?

  • Andreas Heinen (Leitung qualitativer Teil)
  • Alessandro Procopio
  • Caroline Residori
  • Emanuel Schembri
  • Magdalena Schobel
  • Lea Schomaker
  • Tabea Sophie Schulze
  • Robin Samuel (Gesamtleitung)
  • Maria E. Sozio
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2020 – 2021

 

Universität Luxemburg

Ministère de l’Éducation nationale, de l’Enfance et de la Jeunesse in Luxemburg (MENJE)

Supported by the Luxembourg National Research Fund

Social, Economic, and Health Consequences of Infection Prevention and Control Measures

Junge Menschen haben ein geringes Risiko für eine schwere Erkrankung aufgrund von COVID-19. Sie sind jedoch ein wichtiges Glied in der Übertragungskette.

Erste Studien weisen darauf hin, dass es ihnen besonders schwerfallen könnte, staatliche Richtlinien und Maßnahmen zur Prävention und Kontrolle der Krankheit zu akzeptieren und einzuhalten.

 

Einige der getroffenen Maßnahmen könnten ihre Entwicklung zusätzlich stark beeinträchtigen und beträchtliche kurz- und langfristige Folgen für ihre Ausbildung, berufliche Laufbahn, wirtschaftliche Situation, psychosoziale Entwicklung und psychische Gesundheit haben.

Die Universität Luxemburg, das Ministère de l’Éducation nationale, de l’Enfance et de la Jeunesse in Luxemburg, sowie der Luxembourg National Research Fund finanzieren das Projekt.

 

Zielsetzung

Das Projekt YAC+ soll Wissen generieren, das zur Bewältigung der aktuellen und postpandemischen Herausforderungen der Covid-19-Krise erforderlich ist.

Dazu untersucht es, wie junge Menschen in Luxemburg die staatlichen Maßnahmen zur Prävention und Kontrolle der Ansteckung mit Covid-19 einhalten und akzeptieren.

Außerdem ermittelt es die wirtschaftlichen, psychosozialen und gesundheitlichen Folgen dieser Maßnahmen während und nach der Covid-19-Pandemie im Vergleich zu einer präpandemischen Ausgangslage, die wir 2019 erheben konnten.

Von besonderem Interesse sind Ungleichheiten zwischen und innerhalb von sozioökonomischen Gruppen in Bezug auf die Akzeptanz und die Folgen der Maßnahmen.

 

Datengrundlagen und Methodik

Um die Situation während und nach der Pandemie zu bewerten, werden basierend auf dem Youth Survey Luxembourg 2019 und in enger Zusammenarbeit mit der Forschungsgruppe der Kinder- und Jugendgesundheitsstudie „Health Behaviour in School-Aged Children“ zwei Befragungen 2020 und 2021 durchgeführt.

Der Youth Survey Luxembourg ist eine repräsentative, groß angelegte Umfrage unter den 16- bis 29-jährigen Einwohnern Luxemburgs, die alle oben genannten relevanten Bereiche abdeckt (z.B. Bildung und Beschäftigung, soziale Situation, Gesundheit usw.).

 

Für YAC+ soll diese Gruppe mit Kindern und Jugendlichen im Alter von 12 bis 16 Jahren ergänzt werden. So kann die Altersgruppe der 12- bis 29-Jährigen befragt werden.

Diese standardisierten Befragungen werden durch qualitative Interviews ergänzt, um ein vertieftes Verständnis der Situation und subjektiven Bewertungen der Jugendlichen und jungen Erwachsen zu gewinnen.

Ergebnisse

YAC+ soll eine breite und gründliche Bewertung der kurz-, mittel- und langfristigen Auswirkungen der Covid-19-Krise auf das Leben junger Menschen ermöglichen.

Die Ergebnisse können zur politischen Entscheidungsfindung fortlaufend zur Verfügung gestellt werden und weiter dazu beitragen, verschiedene von der WHO identifizierte Forschungslücken von globalem Interesse zu adressieren. Darüber hinaus fließen die gewonnenen Erkenntnisse in den luxemburgischen Jugendbericht 2020 ein.

 

Medienecho

Am Webinar Generatioun Corona nahm Caroline Residori mit vorläufigen Ergebnissen der YAC+ Studie teil. Radio 100,7 organisierte dieses zusammen mit dem Service de Coordination de la Recherche et de l’Innovation pédagogiques et technologiques (SCRIPT) des Ministeriums für Bildung, Kinder und Jugend durchführte.

Die vorläufigen Ergebnisse der YAC+-Studie wurden anschließend auch auf RTL thematisiert.

In ihrem Artikel vom 27. Januar 2020 greift contacto-Journalistin Paula Santos Ferreira die vorläufigen Ergebnisse der repräsentativen Befragung von YAC+ auf. Im Gespräch mit Prof. Dr. Robin Samuel geht sie dazu unter anderem auf die zukünftigen Folgen der COVID-19-Pandemie für Jugendliche und junge Erwachsene in Luxemburg ein.